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"Es geht um Politik, nicht um Details"

RAK vs. AACR2, MAB2 vs. MARC



"Der Standardisierungsausschuss strebt grundsaetzlich einen Umstieg von den deutschen auf internationale Regelwerke und Formate (AACR und MARC) an. Dazu sind in einer Studie die Rahmenbedingungen, Konsequenzen und Zeitablauf insbesondere unter betriebswirtschaftlichen Aspekten zu erarbeiten. Die Weiterentwicklung der RAK sollte in diesem Zusammenhang nur noch unter unabdingbar notwendigen und internationalen Entwicklungen nicht zuwiderlaufenden Modifikationen verfolgt und spaetestens zum Jahresende 2003 eingestellt werden."

Dieser Beschluss des Standardisierungsausschusses* vom 6. Dezember 2001 hat in der deutschen Bibliothekswelt für einiges Aufsehen gesorgt und intensive Diskussionen über das Für und Wider eines Umstiegs vom deutschen Regelwerk und Datenformat auf amerikanisch/internationale (plakativ: "die pragmatische Anbindung der deutschen Sonderzone an den Rest der Welt") ausgelöst.

    * Der Standardisierungsausschuss ist ein kooperativer Zusammenschluss großer wissenschaftlicher Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland, der regionalen Verbundsysteme für das Bibliothekswesen der Bundesrepublik Deutschland, je einer Vertretung des österreichischen und des schweizerischen Bibliothekswesens, der Öffentlichen Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland, der ekz Bibliotheksservice GmbH sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit der Zielsetzung, den Einsatz einheitlicher Standards für die Erschließung, Formate und Schnittstellen in Bibliotheken sicherzustellen. Der Standardisierungsausschuss ist das überregionale Entscheidungsgremium für die genannten Bereiche und entscheidet über Grundsatzfragen. Berndt Dugall (Direktor der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main) ist Vorsitzender des Standardisierungsausschusses. Dr. Rolf Griebel, Generaldirektor der BSB, vertritt im Standardisierungsausschuss die Bayerische Staatsbibliothek, der Direktor der UB Regensburg, Dr. Friedrich Geißelmann, den Bibliotheksverbund Bayern.

Mehr als vier Jahre später ist die deutsche Bibliothekswelt - allen Widerständen zum Trotz - wie geplant weiter auf dem Weg zu neuen Ufern. Der Wechsel des Datenformats (Umstieg auf MARC21) ist ebenso sicher wie die Einführung eines neuen Regelwerks für die Erschließung, das zweckmäßigerweise eine Übernahme/Übersetzung des amerikanischen Regelwerks sein wird. Dieses Ziel-Regelwerk ist allerdings derzeit auch in einer Reform-Phase und erhält dabei auch gleich einen neuen Namen - aus AACR wird RDA (Resource Description and Access).

Mit der folgenden Materialsammlung wollen wir es den Kolleginnen und Kollegen im Bibliotheksverbund Bayern erleichtern, sich zu informieren ohne selbst verstreut vorliegende Informationen zusammensuchen zu müssen.

Sie finden hier:

In der Diskussionsliste "RAK-List" der Deutschen Bibliothek und hin und wieder auch in "INETBIB" wird seit Bekanntwerden des Umstiegsbeschlusses von Fachleuten kompetent sowohl über das Für und Wider eines Wechsels als auch über besonders gravierende Unterschiede zwischen den beiden Regelwerken und ihrer Anwendung diskutiert.

Für die "RAK-List" hat die Deutsche Bibliothek ein Archiv zur Verfügung gestellt (unter http://elma.ddb.de/elma.php). Enthalten sind alle Mails an die Liste seit 16.2.2001. Damit kann die gesamte Umstiegsdiskussion bequem verfolgt werden.

Auch zu "INETBIB" gibt es ein Archiv (chronologisch geordnet) unter http://www.ub.uni-dortmund.de/Listenarchive/INETBIB/INETBIB.html; es kann auch komfortabel durchsucht werden unter http://www.ub.uni-dortmund.de/cgi-bin/suchen/INETBIB.

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Materialien und Aufsätze zur Umstiegsdiskussion, neueste zuerst:

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Materialien zur Weiterentwicklung von RAK:

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Materialien zu RAK vs. AACR:

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Materialien zu RDA (ex. AACR):

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Materialien zu Datenformaten:

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Materialien zum Beispiel Schweiz:

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92. Deutscher Bibliothekartag 2002 in Augsburg

    Einer Anregung in der Mailing-Liste INETBIB folgend, wurde vor dem Bibliothekartag zur Frage der AACR-Einfuehrung ein Meinungsbild per Online-Abstimmung erhoben (Durchführung Bernhard Eversberg, UB Braunschweig). Zur Zielsetzung:

    "Ziel ist natuerlich nicht, eine Entscheidung zu finden - das ist auf diesem Wege nicht moeglich, sondern ein ungefaehres Meinungsbild zu erhalten. Wobei eine sehr hohe oder sehr geringe Beteiligung immerhin auch schon eine Aussage waere. Zumindest kann herauskommen, ob noch sehr viel Ueberzeugungsarbeit zu leisten ist oder eben nicht."

    Die Umfrage lief vom 18.3. bis zum 3.4.2002, 12 Uhr. Das Ergebnis und die ergänzenden Kommentare einzelner TeilnehmerInnen finden Sie unter http://subito.biblio.etc.tu-bs.de/aacrumfr/.

Unter der Überschrift "Standardisierungsarbeit für Bibliotheken" fand am Donnerstag, 11.4.2002 von 14.00 bis 17.45 Uhr (s. Programm) eine Promotion-Veranstaltung des Standardisierungsausschusses statt. Die Moderation lag in den Händen von Berndt Dugall; fünf Vorträge waren angekündigt:

Von der Veranstaltung wurde eine Tonaufzeichnung angefertigt.

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Erstellt am: 12.02.2003

Letzte Änderung: 18.08.2011

Fragen, Anregungen, Wünsche die Regelwerksanwendungen etc. betreffen richten Sie bitte an die Mitglieder der Kommission für Erschließung und Metadaten (KEM) oder der Arbeitsgruppe Formalerschließung (AGFE) (nicht an die KKB-Online-Redaktion).
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